Warum ich einem Karnevalsverein beigetreten bin – und warum das für mich nichts mit Karneval zu tun hat
Wenn mir jemand vor einiger Zeit gesagt hätte, dass ich einem Karnevalsverein beitrete, hätte ich wahrscheinlich gelacht.
Ganz ehrlich: Ein Fallschirmsprung trotz Höhenangst schien mir deutlich wahrscheinlicher.
Karneval war nie mein Thema.
Nicht aus Ablehnung, sondern einfach, weil es mich nie wirklich gezogen hat. Umso überraschter war ich selbst, als ich gemerkt habe, dass sich meine Haltung in den letzten Monaten leise, fast unbemerkt verändert hat.
Der Grund dafür war nicht der Karneval an sich.
Es waren die Menschen.
Durch meine Arbeit – unter anderem für die Website der KG Neustadt, über den BAS und durch verschiedene Veranstaltungen – habe ich in den vergangenen Monaten viele Begegnungen gehabt. Gespräche vor und nach Veranstaltungen, gemeinsames Sitzen, Zuhören, Lachen. Nicht geplant, nicht erzwungen – einfach passiert.
Dabei ist etwas entstanden, das ich so nicht erwartet hatte:
Ich wurde von Anfang an nicht wie ein Gast behandelt, sondern wie jemand, der dazugehört.
Herzlich, offen, selbstverständlich. Ohne Erwartungshaltung, ohne Rolle, die ich erfüllen musste.
Und trotzdem blieb da irgendwann dieser Gedanke:
Warum eigentlich immer „Gast“ bleiben, wenn sich das hier längst nach Zugehörigkeit anfühlt?
Der Schritt, Mitglied zu werden, war deshalb kein spontaner Entschluss, sondern ein gewachsener.
Nicht, weil ich plötzlich Karnevalsjeck geworden bin – das bin ich bis heute nicht.
Sondern weil ich gemerkt habe, dass es hier um Gemeinschaft geht. Um Miteinander. Um Menschen, die sich kennen, unterstützen und auch über Vereinsgrenzen hinweg verbunden sind.
Gerade im Karneval begegnen sich viele, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären. Und wer keine grundsätzliche Scheu vor Menschen hat, findet hier erstaunlich schnell Anschluss – unabhängig davon, ob man mittendrin auf der Bühne steht oder einfach dabei ist.
Natürlich ist auch das Vereinsleben nicht frei von Reibung. Wo Menschen zusammenkommen, gibt es unterschiedliche Meinungen, alte Strukturen, manchmal auch Spannungen. Das gehört dazu. Entscheidend ist für mich, dass der respektvolle Umgang überwiegt – und der Wille, gemeinsam weiterzumachen.
Ich habe mich letztlich für die Karnevalsgesellschaft Neustadt entschieden, weil ich dort genau das erlebt habe: Offenheit, Zusammenhalt und ein echtes Gefühl von „Du bist willkommen“.
Deshalb bin ich jetzt nicht mehr nur Gast.
Sondern Teil davon.
Und das fühlt sich – ganz unabhängig vom Karneval – einfach richtig an.
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