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Ein persönliches Update zu Stadtgeflüster

Foto: Symbolfoto/Cup of Couple auf Pexels

In den vergangenen Monaten habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie es mit Stadtgeflüster weitergehen soll. Inzwischen bin ich zu einer Entscheidung gekommen.

Spätestens zum Ende des Jahres werde ich Stadtgeflüster einstellen. Vielleicht auch früher. Sollte hier also plötzlich keine neuen Stadtinformationen mehr erscheinen, wisst ihr jetzt schon, warum.

Stadtgeflüster ist ein reines Freizeitprojekt. Ich verdiene damit kein Geld. Im Gegenteil: Ich investiere Woche für Woche viele Stunden meiner Freizeit. Dafür möchte ich mich zunächst bei meinem Werbepartner „Die starken Apotheken“ und insbesondere bei Matthias Bußmann bedanken, der das Projekt über einen langen Zeitraum unterstützt hat. Weitere Werbepartner konnte ich trotz vieler Versuche leider nicht gewinnen.

In den vergangenen Monaten habe ich meine eigenen Projekte immer weiter zurückgestellt. Oft habe ich zuerst Beiträge recherchiert, Texte überarbeitet, passende Bilder gesucht, Grafiken erstellt und Inhalte für die nächsten Tage vorbereitet. Nicht selten blieb am Ende keine Zeit mehr für meine eigenen Ideen und Projekte.

Gestern wollte ich eigentlich an meiner Musikseite weiterarbeiten – einem Projekt, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Stattdessen habe ich den Abend damit verbracht, neue Beiträge für Stadtgeflüster vorzubereiten und weitere Inhalte für die nächsten Tage zu erstellen. Sogar andere Aufgaben, unter anderem für den Verein, habe ich dafür verschoben. Als ich heute die Resonanz darauf gesehen habe, habe ich mich gefragt, ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Nicht, weil mich ein einzelner Tag enttäuscht hat, sondern weil mich diese Frage schon seit längerer Zeit begleitet.

Gleichzeitig beobachte ich seit längerer Zeit, dass die Reichweite deutlich zurückgeht. Viele Beiträge werden kaum noch angeklickt, auf Social Media gibt es nur wenige Reaktionen und auch die Zugriffszahlen auf der Website entwickeln sich rückläufig.

Natürlich weiß ich, dass viele Beiträge auch gelesen werden, ohne dass jemand auf „Gefällt mir“ klickt oder kommentiert. Ich mache das selbst oft genauso. Viele lesen einfach still mit. Das ist völlig in Ordnung. Nur kann ich das nicht sehen. Wenn ich entscheiden muss, ob sich viele Stunden Arbeit noch lohnen, bleiben mir am Ende nur die Zahlen, die ich tatsächlich auswerten kann: Reichweite, Klicks und Reaktionen.

Besonders nachdenklich macht mich, wenn identische oder sehr ähnliche Beiträge auf anderen Seiten viele Likes und Kommentare erhalten, während dieselben Informationen bei Stadtgeflüster kaum wahrgenommen werden. Da stellt man sich irgendwann zwangsläufig die Frage, warum das so ist.

Dabei ist der Aufwand heute deutlich größer als früher. Ich übernehme Texte nicht mehr einfach eins zu eins. Ich bereite sie auf, kürze sie, setze Schwerpunkte und suche häufig passende Symbolfotos, damit schon das Titelbild zeigt, worum es geht. Die eigentlichen Pressefotos füge ich anschließend im Beitrag hinzu. Auch wenn mich KI inzwischen unterstützt, entsteht jeder Beitrag am Ende in Handarbeit und kostet Zeit.

Irgendwann muss man sich deshalb eine einfache Frage stellen: Ist es sinnvoll, immer mehr Zeit in ein Projekt zu investieren, dessen Resonanz immer weiter nachlässt?

Für mich lautet die Antwort inzwischen leider nein.

Das ist kein Vorwurf an irgendjemanden. Jeder entscheidet selbst, welche Inhalte er liest oder wem er folgt. Aber genauso muss auch ich entscheiden, wie ich meine begrenzte Freizeit einsetze. Jede Stunde, die ich in Stadtgeflüster investiere, fehlt an anderer Stelle – bei meiner Musik, meinen Webdesign-Projekten oder meiner Vereinsarbeit. Und diese Zeit möchte ich künftig wieder stärker in meine eigenen Projekte investieren.

Vielleicht regt dieser Beitrag den einen oder anderen zum Nachdenken an. Viele kostenlose Angebote im Internet wirken selbstverständlich. Hinter jedem einzelnen stehen jedoch Menschen, die dafür ihre Freizeit investieren. Wenn diese Unterstützung und Wertschätzung ausbleibt, verschwinden solche Angebote irgendwann wieder.

Genau an diesem Punkt bin ich inzwischen angekommen.

Vielleicht regt dieser Beitrag den einen oder anderen zum Nachdenken an. Ganz gleich, wie es mit Stadtgeflüster weitergeht: Danke an alle, die mich in den vergangenen Monaten begleitet, Beiträge gelesen, geteilt oder auf andere Weise unterstützt haben. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Kostenlose Angebote entstehen nicht von allein. Hinter ihnen steckt Zeit. Und wenn diese Zeit dauerhaft keine erkennbare Wirkung mehr hat, verschwinden solche Angebote irgendwann wieder.

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